Praxisbeispiele aus der Marketingberatung – Einordnung realer Marketingsituationen

Marketing ist immer kontextabhängig. Was in einem Unternehmen funktioniert, kann in einem anderen wirkungslos bleiben. Deshalb lassen sich Marketingprobleme selten mit Standardlösungen beheben.

Die folgenden Praxisbeispiele aus der Marketingberatung zeigen typische Ausgangssituationen aus Unternehmen in Hamburg und darüber hinaus. Sie geben Einblick in strategische Fragestellungen, Entscheidungsprozesse und Lösungsansätze.

Warum Case Studies in der Marketingberatung wichtig sind

Zahlen, Reichweiten oder Kampagnenergebnisse allein erklären selten, warum Marketing wirkt oder warum es scheitert. Entscheidender ist der Kontext: Ausgangslage, Ziele, Entscheidungslogik und Prioritäten eines Unternehmens.

Case Studies aus der Marketingberatung helfen dabei, genau diese Zusammenhänge sichtbar zu machen. Sie zeigen, wie strategische Fragestellungen entstehen, welche Optionen geprüft wurden und welche Maßnahmen sinnvoll waren.

Geschäftsführer im Kontext einer Marketingberatung-Case-Study

Typische Ausgangssituationen aus der Marketingpraxis

Unternehmen wenden sich häufig an die Marketingberatung, wenn wiederkehrende Muster auftreten:

  • Marketingaktivitäten erzeugen Aufwand, aber wenig Wirkung

  • Zielgruppen und Botschaften sind nicht klar genug definiert

  • Maßnahmen laufen parallel, ohne strategische Klammer

  • Wachstum ist geplant, aber die Marketingstruktur fehlt

  • Externe Unterstützung wird benötigt, ohne eine Agenturabhängigkeit aufzubauen

Diese Situationen unterscheiden sich im Detail, ähneln sich jedoch in ihrer Grundlogik. Die folgenden Case Studies greifen solche Ausgangslagen auf.

Marketingstrategie & Positionierung


Klare Ausrichtung für wirksames Marketing

Marketing Outsourcing & Interim Marketing


Externe Unterstützung mit Struktur

i

Content- & Online-Marketing


Sichtbarkeit durch Struktur

1

Ganzheitliche Marketing- & Kommunikations-Konzepte


360° gedacht

Praxisbeispiele aus der Marketingberatung

Case Study 1 – Marketingstrategie & Positionierung (Hansa Partner)

In stark umkämpften Beratungsmärkten entsteht Differenzierung nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch strategische Konsequenz.


Diese Case Study zeigt, wie aus einem austauschbaren Marktauftritt eine eigenständige Positionierung entwickelt wurde als Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Mehr erfahren

a) Kurzprofil

Unternehmenstyp: Kanzleiverbund (Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Recht)
Ausgangslage: Austauschbarer Marktauftritt ohne erkennbare Differenzierung.
Ziel: Klare Positionierung und Aufbau einer eigenständigen Marke mit strategischer Grundlage für Wachstum.

b) Ausgangssituation

Hansa Partner bewegte sich in einem Marktumfeld, das stark von generischer Sprache, ähnlichen Leistungsversprechen und geringer Profilbildung geprägt ist.
Die Außenwirkung entsprach nicht dem tatsächlichen Anspruch der Beratung.
Es fehlte eine erkennbare Haltung, die Mandant:innen und Bewerber:innen Orientierung bot.
Der Handlungsbedarf entstand nicht aus einem akuten Bruch, sondern aus der Erkenntnis: Wer heute austauschbar bleibt, verliert morgen an Relevanz.

c) Analyse & Fokus

Wir analysierten zunächst Wahrnehmung, Sprache und Auftreten im Vergleich zum Wettbewerb.
Der eigentliche Engpass lag nicht im Leistungsangebot, sondern in der fehlenden Identität nach außen.
Bewusst nicht gemacht: kosmetische Überarbeitung einzelner Kanäle ohne strategisches Fundament.

d) Maßnahmen

  • Entwicklung der Positionierung „andersberaten“ als strategische Klammer
  • Übersetzung der Haltung in neues Erscheinungsbild (Logo, Farben, Bildwelt)
  • Aufbau einer strukturierten Strategie für Neumandanten
  • Entwicklung themengetriebener Kommunikation für Mandantenberatung
  • Aufbau eines eigenständigen Personalmarketings
  • Konzeption neuer Touchpoints (Website, Veranstaltungen, Presse, systematische Ansprache)

e) Ergebnis / Wirkung

  • Klare Wiedererkennbarkeit im Markt
  • Verständliche Differenzierung gegenüber Wettbewerbern
  • Website als aktives Positionierungs- und Leadinstrument
  • Deutlich gesteigerte Markenwahrnehmung bei Mandanten und Bewerbern

f) Einordnung

Diese Case Study zeigt, dass starke Positionierung nicht laut sein muss sondern konsequent und glaubwürdig.

Case Study 2 – Marketing Outsourcing & Interim
Health AG

In regulierten B2B-Märkten entscheidet nicht allein fachliche Qualität über Erfolg, sondern die Fähigkeit, diese Stärke klar und konsistent zu vermitteln.


Diese Case Study zeigt, wie durch strategisch eingebettetes Marketing Outsourcing im Interim-Format eine fehlende Linie geschlossen und nachhaltiges Wachstum ermöglicht wurde.

Mehr erfahren

a) Kurzprofil

Unternehmenstyp: B2B-Unternehmen im stark regulierten Umfeld
Ausgangslage: Hohe fachliche Qualität, aber schwache Wahrnehmung und fehlende strategische Linie.
Ziel: Klare Marktrolle und nachhaltige Wachstumsbasis.

b) Ausgangssituation

Marketing, Vertrieb, Pressearbeit und digitale Kanäle existierten nebeneinander, aber nicht miteinander.
Die Kommunikation blieb austauschbar, obwohl das Angebot substanziell war.
Der Wettbewerbsdruck nahm zu, Differenzierung fehlte.
Handlungsbedarf entstand aus der Lücke zwischen tatsächlicher Stärke und externer Wahrnehmung.

c) Analyse & Fokus

Wir analysierten Zielgruppen, Entscheidungslogiken und Marktauftritt.
Der zentrale Engpass lag nicht im Produkt, sondern in der fehlenden strategischen Klammer.
Bewusst nicht gemacht: Einzelkampagnen ohne belastbare Grundlage.

d) Maßnahmen

  • Einsatz als Interims Marketing Manager in direkter Nähe zum Vorstand
  • Entwicklung einer präzisen Neupositionierung
  • Aufbau faktenbasierter Kommunikation in Fachpresse und Social Media
  • Professionalisierung aller Marketing- und Vertriebsunterlagen
  • Strategische Begleitung der Vertriebsargumentation
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung der Gesamtstrategie aus dem Unternehmen heraus

e) Ergebnis / Wirkung

  • Verdopplung des Umsatzes innerhalb von fünf Jahren
  • Deutlich gestiegene Marktpräsenz
  • Wahrnehmung als klarer Top-Player im Segment
  • Marketing wurde wirksamer Bestandteil der Vertriebsleistung

f) Einordnung

Diese Case Study zeigt, wie Marketing-Outsourcing als unternehmerische Mitverantwortung im Interim-Format strategisch wirkt .

Case Study 3 – Content- & Online-Marketing im internationalen Umfeld
Wünsche AG

Diese Case Study zeigt, wie Content- und Online-Marketing in einem internationalen Umfeld als verbindende Kommunikationsstruktur über Länder, Geschäftsbereiche und Kulturen hinweg strategisch geführt werden kann.

Mehr erfahren

a) Kurzprofil

Unternehmenstyp: Internationaler Konzern mit mehreren Geschäftsbereichen
Ausgangslage: Kommunikation über viele Länder, Zeitzonen und Kulturen hinweg.
Ziel: Strukturierte, verbindende und strategisch wirksame Content-Architektur.

b) Ausgangssituation

Die Kommunikation wurde zentral aus Hamburg gesteuert, gleichzeitig mussten 14 internationale Standorte und sechs Geschäftsbereiche eingebunden werden.
Inhalte mussten nicht nur informieren, sondern Orientierung geben, Kultur stärken und Identität transportieren.
Ohne Struktur drohten Fragmentierung, Beliebigkeit und interne Distanz.

c) Analyse & Fokus

Wir betrachteten zuerst Themenlogik, Tonalität und Wirkung der bestehenden Kommunikation.
Der Engpass lag nicht in der Menge der Inhalte, sondern in deren strategischer Führung.
Bewusst nicht gemacht: isolierte Content-Produktion ohne übergeordnete Linie.

d) Maßnahmen

  • Entwicklung und Steuerung einer klaren redaktionellen Themenplanung
  • Verantwortung für Texte, Bildwelten und visuelle Konzepte
  • Konzeption und Umsetzung eines internationalen Mitarbeitermagazins
  • Enge Abstimmung mit Standorten und Geschäftsbereichen
  • Aufbau von Online-Kanälen als strategische Kommunikationsinfrastruktur

e) Ergebnis / Wirkung

  • Stärkere Identifikation über Standorte hinweg
  • Klare Orientierung in Veränderungsprozessen
  • Wahrnehmbare Professionalisierung der internen und externen Kommunikation
  • Content als strategisches Führungsinstrument statt als Nebenprodukt

f) Einordnung

Diese Case Study zeigt, dass Content dann wirksam wird, wenn er nicht nur produziert, sondern geführt wird.

Case Study 4 – Ganzheitliches Marketingkonzept (360°) netbid.de

Diese Case Study zeigt, wie ganzheitliches Marketing zur Triebkraft digitaler Transformation wird: Nicht einzelne Maßnahmen werden optimiert, sondern Vermarktung, Prozesse und Geschäftsmodell konsequent neu gedacht.

Mehr erfahren

a) Kurzprofil

Unternehmenstyp: International tätiges Auktionshaus im Transformationsprozess
Ausgangslage: Starkes Geschäftsmodell, aber stark abhängig von analogen Prozessen.
Ziel: Transformation zum skalierbaren digitalen Marktplatz. Aus Bricks wurden Bytes.

b) Ausgangssituation

netbid.de arbeitete mit gedruckten Katalogen, manuellen Abläufen und begrenzter Reichweite.
Das Modell war solide, aber nicht skalierbar. Weil komplett analog.
Die Strukturen verhinderten Wachstum, internationale Expansion und neue Geschäftsmodelle.
Handlungsbedarf bestand, weil Optimierung im Bestehenden nicht mehr ausgereicht hätte.

c) Analyse & Fokus

Der zentrale Engpass lag nicht im Angebot, sondern in der Struktur der Vermarktung und Prozesse.
Der Fokus lag klar auf Digitalisierung statt kosmetischer Modernisierung.
Bewusst nicht gemacht: punktuelle Online-Maßnahmen ohne strukturelle Veränderung.

d) Maßnahmen

  • Vollständige Digitalisierung der Vermarktungs- und Kommunikationskanäle
  • Umstellung von Printkatalogen auf digitale Angebotslogiken
  • Aufbau performanter Social-Media-Kanäle zur Käufergewinnung
  • Entwicklung eines neuen Corporate Designs
  • Strategische Begleitung der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells
  • Mitwirkung bei neuen Rollenprofilen und Organisationsstrukturen

e) Ergebnis / Wirkung

  • Deutlich reduzierte Kosten durch Wegfall klassischer Printprozesse
  • Schnellere und internationalere Käufergewinnung
  • Skalierbares digitales Geschäftsmodell
  • Erweiterung des Angebots auf neue Segmente wie Immobilien und Schiffe

f) Einordnung

Diese Case Study zeigt, dass ganzheitliches Marketing dann wirksam wird, wenn es Geschäftsmodell, Struktur und Markt zugleich verändert.

Nicht jede Marketingherausforderung erfordert sofort Maßnahmen. Oft ist es sinnvoll, die eigene Situation strukturiert zu betrachten und einzuordnen.

Kontakt

GEYER M&K

GMK – Geyer Marketing & Kommunikation

Zippelhaus 3
20457 Hamburg

Telefon: 040 280 56 143
E-Mail: info@geyermk.de

Mit dem „Absenden“ stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten und der Datenschutzerklärung zu